Historische Sehenswürdigkeiten

Gradierwerk

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Gradierwerk

Zweifellos der Höhepunkt des Kurparks in Bad Münder ist das 1999 nach historischem Vorbild wieder erbaute Gradierwerk. In früherer Zeit dienten Gradierwerke der Salzgewinnung. Heute sind es „therapeutisches Bauwerk”. Beim Spaziergang um das Gradierwerk kann man mal wieder richtig tief durchatmen, denn die Sole-Inhalation heilt und schützt die Atemwege.

Kurpark

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Kurpark

Die Quellen in Bad Münder sind schon seit dem Mittelalter bekannt und wurden als „heilsam und wohltuend“ auch von vielen Reisenden besucht. Auf Initiative des Apothekers Adolf Andree wurde Mitte der 1870er Jahre diese mineralhaltigen Quellen für die Gesundheit heilbringend verwertet. So gründete man 1878 eine Aktiengesellschaft. Auf dem ehemaligen Gelände des Salzhofes investierte man in ein Badehaus und legte einen Kurpark mit einem Teich an. Das Areal umfasste 1.250 m2. Im Mai 1879 fand die feierliche Eröffnung statt. Das dreigeschossige Kurhotel wurde erst um 1900 fertiggestellt. 1931 gingen die Heilquellen und Kuranlagen in den Besitz der Stadt über. 1936 wurde Münder das staatliche Prädikat „Bad“ verliehen. In den 1990er Jahren entstand eine erweiterte moderne Landschaftsparkanlage nach den Entwürfen des renommierten Schweizer Landschaftsarchitekten Dieter Kienast. Die Betonung und die Entwicklung eines kontrastreichen Ganzen aus bestehenden und neuen Parkteilen war das Leitbild der Gestaltung. Sowohl natürliche Ruhezonen als auch Aktiv-Bereiche finden in der Parkanlage ihren Platz, wie unter anderem die Weltmeister-Minigolfanlage. Hier befindet sich auch das Kurmittelhaus und die Tourist-Information (Telefon 05042/929804)

Steinhof

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Steinhof

Bewundern Sie dieses Gebäude der Weserrenaissance aus dem 14. Jahrhundert, das heute als Verwaltungssitz der Stadt genutzt wird.

Der Steinhof, heute ein Verwaltungssitz der Stadt, ist wahrscheinlich im ausgehenden 14. Jahrhundert errichtet worden. 1583 übernahm die Familie Büsing den Steinhof. Auf den Grundmauern des Hauses wurde 1721 ein schlichter Fachwerkbau aufgesetzt. Auffallend ist der Eingang mit der zweiarmigen Treppe. Bekrönt mit einem Giebeldreieck und integriertem Wappen. Über der Tür sind in sandsteinernden Lettern die Namen der Besitzer und die Jahreszahl 1721 zu lesen.

 

 

Nachdem Tilemann Büsing Margarete Achtermeier geheiratet hatte, die aus einer wohlhabenden münderschen Familie stammte, errichtete das Ehepaar im Jahre 1596 auf dem benachbarten Grundstück ein weiteres Herrenhaus im Stil der Weserrenaissance – die heutige Sparkasse Weserbergland.

Museum - Wettbergscher Adelshof

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Museum - Wettbergscher Adelshof

Besuchen Sie das Museum Bad Münders und erfahren Sie interessante Fakten über die Stadtgeschichte.

Im Mittelalter stand an der Stelle des heutigen Wettbergschen Adelshof der Burgmannshof an der damaligen Stadtmauer und diente Wach- und Verteidigungszwecken. Der Burgmannshof gelangte im 15. Jahrhundert in den Besitz der Landadelsfamilie von Wettberg, die im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts hier ein Renaissancehaus errichtete, von dem noch das untere Geschoss und das Kellergewölbe weitgehend erhalten sind. Am Erker ist das Wappen der Erbauer noch zu sehen. Der an der westlichen Seite integrierte Treppenturm wurde nach 1700 im oberen Drittel abgetragen, das Obergeschoss völlig umgestaltet. Torhaus, Brauhaus und Viehställe sind inzwischen abgerissen worden.

Seit 1971 befindet sich im ehemaligen Herrenhaus das Museum. Auf drei Ebenen werden Themen zur Stadt-, zur Alltagsgeschichte, zum Steinkohlenbergbau sowie zum Glashütten- und Töpfergewerbe gezeigt.

 www.museum-badmuender.de

Rathaus

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Rathaus

Ein Rathaus darf in keiner Stadt fehlen! Bestaunen Sie dieses Bauwerk und achten Sie auf die Inschrift!

Gut lesbar steht über dem Eingang des Rathauses das Entstehungsjahr 1815. Dem ist nicht so. Vermutlich geschah die Fertigstellung erst 1817. Jedenfalls steckte das Projekt im Frühjahr 1816 noch in den Planungen. In drastischer Weise schilderten die Stadtoberen den Zustand ihres heruntergekommenen Rathauses mit dem Ziel, schnellstmöglich eine staatliche Genehmigung für den Neubau zu erwirken. Von einfallenden Gebäudeteilen und einstürzendem Dach war die Rede. Als Extravaganz wünschte man sich lediglich ein Türmchen für die Glocke der Rathausuhr von 1639. Als Stadt verfügte Münder über die niedrige Gerichtsbarkeit. Der Pranger als äußeres Zeichen dafür stand ungefähr dort, wo sich gegenwärtig der Söltjerbrunnen befindet.

Söltjerbrunnen

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Söltjerbrunnen

Der Söltjerbrunnen steht symbolisch für die historische Vergangenheit Bad Münders!

Der 1987 vom Bildhauer Bernd Maro geschaffene Söltjerbrunnen in der Marktstraße zeigt zwei Salzarbeiter vor der Siedepfanne. Einer kratzt das auskristallisierte Salz zusammen, um es zu trocknen. Die zweite Figur symbolisiert einen Salzträger, der das verkaufsfertige Salz in seiner Kiepe zu den Kunden trägt. Wegen der starken Hitze vor der Siedepfanne und des Salzstaubes, der die Haut angreift, waren die Salzarbeiter in derbe Kutten mit Kapuzen eingehüllt. Die erste urkundliche Erwähnung der Salzgewinnung in Bad Münder stammt bereits aus dem Jahr 1033. Zunächst begann die Salzgewinnung durch einfaches Sieden des salzhaltigen Quellwassers in Keramik- oder Bleipfannen. Ab 1820 wurde auch in Bad Münder das Gradier-Verfahren genutzt.

Kornhus

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Kornhus

Kehren Sie ein in das historische Gasthaus und genießen Sie die Erlebnisgastronomie im geschichtsträchtigen Kornhus.

Das „Kornhus“ – auch Steinernes Haus genannt – war eins der vier steinernen Häuser, welche in der Ära der Weserrenaissance vom 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts in Bad Münder entstanden sind. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde dieses eindrucksvolle Gebäude als Kornmagazin mit einem zweigeschossigen massiven und feuersicherem Unterbau und einer ein Meter breiten Bruchsteinmauer erbaut. Viele Städte besaßen damals für Notzeiten, wie beispielsweise Belagerungen, Missernten oder Feuerbrünste solche Kornhäuser, in denen Getreide bevorratet wurde. Bis 1928 war im „Kornhus“ eine Bäckerei untergebracht. Deren Abwärme war eine vortreffliche Trocknungshilfe und wurde auf die Kornböden des dreigeschossigen Daches geleitet. 1991 verkauft und von den damaligen Eigentümern mit Geldern aus der Strukturhilfeförderung saniert und mit einem Anbau versehen. Der Name „Haus der Väter" wurde in Anbindung an die Tradition des Gebäudes als Kornspeicher durch „Kornhus" ersetzt. Die entstandene Hausbrauerei von verschiedenen Geschäftsführern der Brauerei geleitet und erwarb sich einen guten Ruf. Leider wurde im Herbst 2008 Insolvenz angemeldet. Nach mehr als 2 Jahren Leerstand wurde das Objekt im Dezember 2010 von den Eheleuten Karl und Claudia Mildenberger erworben. Nach diversen Sanierungs- und Umbauarbeiten, die im Wesentlichen von Denkmalschutz und Brandschutz vorgegeben wurden, am 17. Juni 2011 wieder eröffnet mit dem Ziel einer Erlebnisgastronomie.

Petri-Pauli Kirche

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Petri-Pauli Kirche

Eines der Wahrzeichen der Stadt mit 58 m hohem Kirchturm.

Der 58 Meter hohe Kirchturm der evangelischen Petri-Pauli-Kirche ist ein markantes Wahrzeichen der Stadt Bad Münder und zugleich ist es der älteste erhaltene Teil der Kirche. Die barocke Turmspitze stammt aus dem Jahr 1751 und sie wurde von 2005 bis 2009 umfangreich renoviert. Spektakulär waren die Abnahme (2005) und der Aufsatz (2008) des Turmhelms mit Hilfe eines Großkranes. Aktuell führt ein Türmer auf den Turm, von wo aus man eine herrliche Aussicht über die Stadt genießen kann.

Namensgeber der heutigen Kirche ist vermutlich eine dem Petrus geweihte Kirche aus dem frühen Mittelalter, die wohl an gleicher Stelle gestanden haben soll. Diese wurde 1440 durch einen spätgotischen Kreuzkirchenbau (2.Neubau) mit einem massiven Wehr- und Glockenturm ersetzt. Während der Hildesheimer Stiftsfehde 1519 kam es zur Zerstörung und 1528 zum (dritten) Neubau. Mit der Einführung der Reformation 1543 wurde der evangelische Gottesdienstbrauch üblich. Im 30 jährigen Krieg wurde die Kirche erneut zerstört und wiederaufgebaut (vierter Neubau). Das heute sichtbare Kirchenschiff stammt aus dem Jahr 1839/40. Die Vorgängerkirche (vierter Neubau) wurde aufgrund ihrer schlechten Bausubstanz durch den heute bestehenden klassizistischen Neubau ersetzt. Aus Platzgründen wurde das neue Kirchenschiff in der ungewöhnlichen Nord-Süd-Ausrichtung erstellt.